Exposé
Zum Stein-Erweichen
Neue Erkenntnisse über die Steinbearbeitung der Vergangenheit
Referent: Axel Breitung
Themenfokus: Steinbearbeitung prähistorischer Bauten, Geopolymere, Oberfllächen-Erweichung
Vortragsdauer: ca. 30-60 Minuten (je nach Absprache)
Ein ungelöstes Rätsel der Antike
Wie gelang es antiken Kulturen, tonnenschwere Granitblöcke mit einer Präzision zu bearbeiten, die bis heute kaum nachvollziehbar ist? Bauwerke wie die polygonalen Mauern von Sacsayhuamán, die monumentalen Anlagen von Baalbek oder die Tempel und Pyramiden im alten Ägypten stellen die konventionellen Erklärungsmodelle der Archäologie in Frage. Zwar belegen experimentelle Untersuchungen, dass eine Bearbeitung von Stein grundsätzlich auch mit einfachen Werkzeugen wie Hammer und Meißel möglich ist. Fragen nach dem Transport der gewaltigen Blöcke, ihrer außergewöhnlichen Passgenauigkeit sowie dem immensen Zeitaufwand und die extreme Abnutzung der Werkzeuge bleiben jedoch weitgehend unbeantwortet.
Alternative Ansätze der Steinbearbeitung
Der Vortrag „Zum Stein-Erweichen“ richtet den Fokus auf alternative Erklärungsmodelle auf Basis der Veränderung der Materialeigenschaften von Gestein. Stammen die Steine der frühen Bauwerke möglicherweise gar nicht aus Streinbrüchen? Wurden die Steinblöcke vielleicht sogar gegossen? In den letzten Jahren sind vermehrt Experimente und Theorien in der Diskussion, bei denen Gestein in einen formbaren Zustand überführt wurde. Dazu zählen Ansätze der Geopolymerforschung, bei denen unter Verwendung von Natron und Wasserglas künstliche Steinmaterialien entstehen, die nach dem Aushärten kaum von natürlichem Gestein zu unterscheiden sind. Solche Modelle könnten neben der präzisen Passform der Blöcke auch die die sogenannten „Noppen“ erklären.
Chemische und thermische Prozesse
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf möglichen Verfahren zur Oberflächenveränderung von Stein, dem sogenannten Stone Softening - also einem Aufweichen der Gesteinsoberfläche. Überlieferungen berichten von einem roten, stark säurehaltigenPyritschlamm, mit dem die Inkas Gesteinsoberflächen aufgelöst und neu strukturierthaben. Darüber hinaus wurden Verglasungen von Steinoberflächen festgestellt wie an den peruanischen Mauern und am unvollendeten Obelisken von Assuan. Diese deuten auf den Einsatz hoher Temperaturen hin – ein Prozess, der als Vitrifizierung bezeichnet wird.
Naturbasierte Hinweise
Neben technischen und chemischen Modellen werden auch historische Berichteberücksichtigt. Dazu zählen auch naturkundliche Beobachtungen von Pflanzenextrakten, denen eine steinerweichende Wirkung zugeschrieben wird. So wird über Vögel berichtet, die harte Felswände für ihren Nestbau aushöhlen, indem sie mit dem Pflanzensaft von Zweigen sogar Granit auflösen, Das wirft die Frage auf, ob natürliche Prozesse als Vorbild für technologische Anwendungen gedient haben könnten.
Forschungskontext
Der Zugang zu diiesem Thema entstand im Rahmen der Erforschung energetischer Anomalien und geophysikalischer Besonderheiten an energetisch auffälligen Orten. Dabei war eine signifikante Häufung von megalithischen Steinstrukturen feststellbar, was zu einer vertieften Analyse führte. Diese interdisziplinäre Herangehensweise eröffnet neue Perspektiven auf vergangene Arten der Steinbearbeitung. Den Abschluss bildet die Vorstellung einer eigenen, weiterführenden Theorie des Referenten mit einem völlig neuen Erklärungsansatz.
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